Der Bananen-Engpass

Veröffentlicht: 14. Dezember 2014 in Echt jetzt?
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In unserer Mensa gibt es in den ersten beiden Schulpausen immer Obst zu essen. Meistens Äpfel. Manchmal auch Birnen, Pflaumen oder Mandarinen. Das ist Standard. Als andere ist immer eine kleine Sensation.
Neulich kam ich ins Foyer, nichtsahnend, als ein spontaner Tumult vor der Mensa entstand. „Was ist da los?“, fragte ich. „Bananen!“, schrie der Typ, den wir Der Kommunist nennen. Zehn Sekunden später stand ich an der Obsttheke und musste zusehen, wie mir der Kommunist die letzte Banane wegfutterte.
„Da haben wir schon Kapitalismus, und dann gibt’s nicht mal Bananen!“, fluchte ich. „Krieg ich die Hälfte?“
„Nein“, sagte der Kommunist.
„Wo ist deine Solidarität geblieben, Genosse? Wenn schon niemand hinkriegt, genug Bananen zu besorgen, können wir sie doch wenigstens gerecht verteilen!“ Dann gab es also halbe Bananen. „Scheiß Sparpolitik“, sagte ich.
„Wollt ihr noch Bananen?“, fragte die Küchenchefin. „Es sind noch
welche in der Küche.“

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Rosinen weitaus besser betitelt wären, wenn sie „Trauben-Mumien“ heißen würden.

Kommentare
  1. Herbert sagt:

    Das mit den Rosinen finde ich SPITZE!!!

    Gefällt mir

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