Mit ‘Ironie’ getaggte Beiträge

Hallo Bernd Lucke

Veröffentlicht: 22. Juli 2015 in Hallo Welt!
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Hallo Bernd Lucke,

Herzlichen Glückwunsch zur Gründung von Alfa, der „Allianz für Aufbruch und Fortschritt“! Das war eine tolle Idee, Herr Lucke. Aus der AfD auszutreten ist immer eine gute Idee. Deshalb finde ich es schade, dass Sie sich diese einmalig gute Idee durch einen so einfallslosen Parteinamen zerstören.

Zunächst einmal Allianz – ist das nicht eine Versicherung? Oder irre ich mich da und verwechsle die Versicherung mit dem korrupten diktatorischen Imperium aus Joss Whedons genialer Science-Fiction-Serie firefly?

Außerdem – Aufbruch und Fortschritt? Kommen Sie, das ist wie Zukunft und Zukunft oder schön und gut oder Sicherheit und Verantwortung, die rechtspopulistische Partei aus den Känguru-Chroniken. Da könnten Sie Ihre Partei genauso gut Allianz für Floskeln und Phrasen nennen. Da steckt ja nichts drin. Sie müssen Ihre Inhalte in einem schnittigen Akronym unterbringen. Also… äh… rechts gibt sich mittig? Ich bin ja kein Rassist, aber? Raus aus dem Euro? Na ja, Inhalte eben. Sie werden schon wissen, wofür Ihre Partei so steht. Irgendwann zumindest.

Man prophezeit Ihnen, Herr Lucke, Ihre Partei werde sich nicht halten, weil sie kein Alleinstellungsmerkmal habe. Das glaube ich nicht. Ihre Partei ist in den Grundzügen zwar sehr AfD-nah, ABER NICHT RECHTS UND NICHT POPULISTISCH. Und außerdem ein großer Fan der NATO. Also ganz anders. AfD, aber nicht rechts. Vielleicht sollten Sie sich mal mit dem ehemaligen Präsidenten des Vegetarierbundes austauschen, der nach seinem Austritt bekanntgab, er werde eine eigene Organisation gründen – wie VeBu, aber nicht vegetarisch.

Mit diesem bahnbrechenden Unterschied zu Ihrer Mutterpartei ist Ihnen der Weg in den Bundestag so gut wie sicher. Schließlich haben Sie dieses Mal, anders als bei der Gründung der AfD, dafür gesorgt, dass Populisten, Reformer und Nein-Sager, also alle, die sich von einer aufstrebenden Partei wohlmöglich abspalten könnten, erst gar kein Parteibuch bekommen. Denn Sie hassen Spalter, und das ist komplett nachvollziehbar. Wer hasst die nicht? Sie sollen eine Liste mit Personen haben, die Sie niemals in Ihre Partei aufnehmen werden. Auf dieser Liste stehen ungeliebte AfD-Mitglieder und alle, die einmal einer „wohlmöglich extremistischen Partei“ angehört haben. Sie selbst sind natürlich eine Ausnahme, aber auch das ist total nachvollziehbar. Ich würde das auch so machen, wenn ich Sie wäre.

Den Weg in Ihre Partei muss man sich verdienen. Wer Mitglied werden will, wird erst einmal Mitglied auf Zeit, für ein Jahr ohne Stimmrecht. Das ist eine geniale Methode, sich vor dem Mitgliederandrang zu schützen, den Sie zu erwarten haben. Außerdem werden Sie als Parteigründer im ersten Jahr das alleinige Stimmrecht haben – enorm wichtig für den demokratischen Austausch innerhalb einer Partei, der ansonsten von populistischen Neumitgliedern gefährdet würde, die nur zum Pöbeln gekommen sind.

Was soll ich sagen, Herr Lucke? Sie sind ein Genie. Demokratisch, unpopulistisch, inhaltsorientiert und selbstkritisch. Um die Macht in Deutschland an sich zu reißen, fehlt Ihnen also nur der richtige Parteiname. Wie wäre es mit BeTA? Ballungsraum ehemaliger Total-Arschl*****? Oder GaMmA? Griesgrämige alte Männer machen Aufstand? Nur ein Witz, ich finde Ihre Partei super. Sie ist eine echte Alternative zu meiner Zweitlieblingspartei, der Alternative für Deutschland. Das wäre doch ein guter Name. Alternative zur Alternative. AzA, oder falls Ihnen das zu kurt ist, AzAfD. Ich wäre dabei. Setzen Sie mich bitte bloß nicht auf die Liste der gesperrten Parteibewerber. Ich bin vielleicht links, aber den Spaß lasse ich mir ungern entgehen.

Alle Liebe und viel Erfolg,

Kim S

PS: Ihr Logo gefällt mir auch super. Grau ist eine total beruhigende Farbe, vor allem für Bestattungsunternehmen. Haben Sie Momo gelesen? Na ja, auch egal.

ALFA bestattet Ihre Toten - schnell und unauffällig. Bildquelle

ALFA bestattet Ihre Toten – schnell und unauffällig.
Bildquelle

PPS: Oh, das war nicht Ihr Logo, auf Wikipedia war einfach noch kein Logo vorhanden, daher das grau. Verzeihung.

Im Übrigen war ich lange der Meinung, dass Zeitreisen unmöglich sind, aber dann kam mein zukünftiges Ich und belehrte mich eines Besseren.

Jugend Existiert

Veröffentlicht: 14. Juli 2015 in Echt jetzt?
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Liebe Leserinnen und Leser,

vergeben Sie mir bitte die lange Abwesenheit. Ich war in letzter Zeit sehr damit beschäftigt, meine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Monatelang war ich die einzige in meiner WG, die bei keinem Wirtschaftswettbewerb mitmachte. Junior, Jugend Gründet, Deutscher Gründerpreis, Schulbanker, Business@School und Jugend spekuliert mit Lebensmitteln gingen immer an mir vorbei. (Einer dieser Wettbewerbe ist kein richtiger Wettbewerb.)

Ich interessierte mich nie für Businesspläne. Mit Zahlen war ich schlecht. Ich konnte keinen Haushaltsplan aufstellen, weil ich schon regelmäßig meine PIN vergaß. Auf Konferenzen hatte ich keine Lust, auf Konkurrenz auch nicht, und um mich vier Stunden am Stück vor eine Excel-Tabelle zu setzen, fehlten mir einfach die Nerven. Ich war heillos faul und es gab mit Sicherheit bessere Teamplayer als mich. In der „echten freien Marktwirtschaft“ wäre ich vermutlich ziemlich schnell verhungert. Aber ich hatte lange Zeit auch nicht vor, durch Wettbewerbe besser im Wettbewerb zu werden. Wettbewerb war einfach nicht mein Ding.

Das, liebe Leserinnen und Leser, wird jetzt anders. Ich bin in den Wettbewerb eingetreten. Jeder gegen jeden, Compañeros. Ich hab’s verstanden. Wettbewerb ist total mein Ding. Man muss nämlich gar nicht fleißig, diszipliniert und ökonomisch sein. Es reicht, wenn man sich gut verkaufen kann – Präsentieren und Gewinnen!

Präsentieren und Gewinnen ist tatsächlich der Titel eines Wettbewerbs, der bei uns im Foyer beworben wird. Und der hat mich auf eine Idee gebracht.

Präsentieren und Verlieren! Die schlechteste Präsentation gewinnt.

Schummeln und Gewinnen! Gewinnen kann nur, wer die Aufgabenstellung umgeht. Wer das allerdings tut, erfüllt sie ja gleichzeitig, was allerdings wieder eine Umgehung der Aufgabenstellung wäre… es ist paradox. Meta-Schummeln.

Jugend Plagiiert! Nach Jugend Präsentiert, Jugend Forscht, Jugend Debattiert und Jugend Musiziert kommt jetzt das weitaus bessere EU-Remake des Schweizer Erfolgswettbewerbs Jugend Kopiert. Der erste Platz geht hierbei an das beste Plagiat des Vorjahres-Gewinners. In der Schweiz gewinnt zum Beispiel seit dreizehn Jahren die Beispielpräsentation.

Jugend Boykottiert! Der Pries wird an alle Teams verliehen, die erfolgreich nicht am Wettbewerb teilnehmen – allerdings nur bei Selbstabholung.

Jugend verpasst den Einsendeschluss! Was genau hier gefordert ist, weiß ich auch noch nicht genau. Aber ich wäre sicher gut darin.

Und last but not least – Jugend Existiert! Der Wettbewerb für all die unglücklichen Unwissenden, die sich immer noch vor dem Segen des Wettbewerbs zu drücken versuchen. Denn es ist nicht möglich, sich dem Wettbewerb zu verschließen! Nicht in unserer Welt! Wir können die Welt nicht ändern, also ist es nur logisch, uns ihr anzupassen! Willkommen in der Arena.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es total cool wäre, auf der Oscar-Verleihung mit einem Segway über den roten Teppich zu fahren. (Und wenn das nächstes Jahr jemand macht: Kim S hat es zuerst gesagt!)

 Die beste Satire-Aktion seit langem! Bildquelle (bearbeitet)


Die beste Satire-Aktion seit langem!
Bildquelle (bearbeitet)

Endlich. Die deutsche Bundesregierung lernt dazu.

Es erstaunt mich gleichermaßen, wie es mich freut, diesen Post schreiben zu dürfen. Denn nach Jahren neoliberaler, marktradikaler und Arbeitnehmerfeindlicher Politik von CDU & Co hatte sogar ich als junge, optimistische Bundesbürgerin nicht mit einem so schnellen Kurswechsel gerechnet.

Jetzt aber haben Merkel, das Institut der deutschen Wirtschaft und die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie ihre Fehler eingesehen und sich mit einem Augenzwinkern dafür entschuldigt. Mit der großartigen Kunstaktion „INSM – Initiative Neoliberale Scheiß-Meinungsmache“ schaffen sie es, ihre ehemaligen Positionen gekonnt durch den Kakao zu ziehen und sich dabei als zwar nicht unfehlbare, aber durchaus humorvolle und sympathische Zeitgenossen zu präsentieren.

INSM steht vordergründig für „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“. Diese fiktive Initiative predigt angeblich mehr Leistung, mehr Wachstum, mehr Markt, weniger Einschränkungen, weniger Freizeit und weniger Energiewende. Glücklicherweise sind diese Statements gut als Satire zu erkennen – schließlich werden sie in Form von klar als Fake erkennbaren Zitaten in pinker Schrift auf schwarzen Plakatwänden präsentiert. Und damit selbst Ironie-resistente Mitbürger*innen sie als Satire erkennen, zeigen diese Plakate ebenfalls halbe schwarz-weiß-Portraits grimmig dreinblickender älterer Herrschaften – eine äußerst gelungene Hommage an Grumpy Cat. Ich persönlich hätte Aussagen wie „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“ (Ludwig Erhard, CDU) oder „Märkte sind wie Fallschirme: sie funktionieren nur, wenn sie offen sind“ (Felix Baumgartner) jedoch auch ohne diese optische Unterstützung als beinahe überspitzte Satire erkannt.

Diese Plakate, mit denen ganz Berlin verschönert wurde, sind zum Glück nicht die einzigen Produkte der genialen Kunstaktion. Kostenlose „Unterrichtsmaterialien“ wie „Wir erklären Wirtschaft“ (gemeinsam mit dem beliebten Satire-Magazin Focus Money) sollen auch schon Schüler*innen der Mittel- und Oberstufen die Absurdität der freien Marktwirtschaft auf humorvolle Weise beibringen. Durch lustige Studien-Parodien wie „Chancengerechtigkeit durch Aufstiegsmobilität“ – sozialer Aufstieg sei angeblich problemlos möglich – unterstreicht die INSM ihren Satire-Charakter. Und auch das Fernsehen erobert das verantwortliche Künstlerkollektiv um CDU-und Commerzbank-Mitglied Johanna Hey, CDU- und Moody’s-Mitglied Hans Tietmeyer, Headhunter und Lobbyist Dieter Rickert und andere. Versteckte INSM-Themen machten sogar die ARD-Seifenoper „Marienhof“ zur Comedy-Show.

Alles in allem ist die INSM die witzigste und ehrlichste Satire, die die Bundesrepublik seit langem gesehen hat. Sie zeigt, dass unsere Medienkünstler*innen auch den internationalen Vergleich mit den grandiosen „Joint the Army“-Kampagne aus den USA oder der weltweit hochgelobten „Sozialistischen Propaganda“ des ehemaligen Ostblocks nicht zu scheuen braucht. Ich als Satirikerin bin jedenfalls stolz, dass meine Regierung so lustig und kreativ ist. Es lebe die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft!

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass keine Meinung auch eine Meinung ist, oder auch nicht.

Die INSM bei Lobbypedia

Die INSM bei Lobby Control

„Stoppt die INSM“ auf Facebook

Kommunismus im Kühlschrank

Veröffentlicht: 18. Oktober 2014 in WGweisend
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Donnerstagnachmittag.

Ich sitze in einer WG, die nicht meine ist, auf einem Bett, das nicht meins ist, und schaue auf einem Laptop, der nicht meiner ist, ein Werbevideo für die wohl überflüssigste, überteuerste und insignifikanteste Erfindung des Jahrhunderts: Kinetischer Sand. Kinetischer Sand ist eine Substanz, die laut Angaben des Herstellers zu 98% aus Sand und zu 2% aus einem nicht genannten Supermaterial besteht, sich kneten lässt und für die gelangweiltesten aller Zeitgenossen erfunden wurde. Mich irritiert, dass ich dieses Produkt unbedingt haben möchte.

Auf einmal deutet eine Äußerung aus der Küche darauf hin, dass dort wohl jemand den Kommunismus hasst. „Ich hasse den Kommunismus! Ich hasse, hasse, hasse ihn einfach!“ Das ist eine unerwartete Wendung in der Hintergrundgeräuschkulisse, da es bis eben noch um die Bestückung des Kühlschrankes ging.

Dann allerdings stellt sich heraus, dass der spontane Hass auf den Kommunismus mit eben diesem Thema eine Menge zu tun hat. Offenbar macht eine der Bewohnerinnen den Kommunismus dafür verantwortlich, dass jemand ihre Margarine aufgegessen hat. Als einzige geoutete Antikapitalistin in der Wohnung fühle ich mich verpflichtet, die Verhältnisse geradezurücken.

ich:      Ich hasse den Kapitalismus.

sie:      Aber wieso?

ich:      Weil er unfair ist. Weil dabei Menschen ausgebeutet werden. Wettbewerb, Marktwirtschaft, das ist ja alles schön und gut, aber es ist nicht fair, wenn die einen im Wettbewerb bessere Chancen haben als die anderen. Und das wird sich niemals ändern, wenn die einen darüber entscheiden können, ob die anderen Arbeit haben, wo sie arbeiten, wie viel sie arbeiten und wie viel sie dabei verdienen.

sie:      Aber es werden doch immer Menschen ausgebeutet. Wettbewerb ist nie fair.

ich:      Und willst du nicht, dass sich das ändert?

sie:      Das geht nicht.

ich:      Was ist mit Sportwettkämpfen? Da starten doch auch alle an derselben Linie.

sie:      Aber nicht alle Teilnehmer sind gleich stark und schnell. Und das ist in echt auch nicht so.

ich:      Und ist das fair? Dass, zum Beispiel, eine Frau in einem indischen Slum oder ein Südafrikaner aus einem Township geringere Chancen hat, nur weil er oder sie ein Frau oder schwarz oder einfach am falschen Ort geboren ist?

sie:      Die können ja woanders hingehen?

ich:      Aber das sollen sie doch gar nicht! Jeder soll doch überall klarkommen! Und wenn die alle nach Deutschland kommen, werden hier die Grenzen dicht gemacht, weil „zu viele Flüchtlinge“ unserer Wirtschaft schaden, und dann kommen wieder ein paar Nazis und sagen, die Ausländer nutzen unser Sozialsystem aus, und – zack! – dann werden nur noch die aufgenommen, die arbeiten können, und das ist ganz super für unsere Wirtschaft, aber dann haben wir das Überleben von tausenden Menschen leider davon abhängig gemacht, ob sie wirtschaftlich was wert sind, und wir helfen ihnen nur unseretwegen, und das…

sie:      …das ist doch total bescheuert!

ich:      Meine Rede.

sie:      Bist du Kommunistin?

ich:      Anarcho-Sozialistin. Und für mich ist das nicht deine Margarine, sondern die Margarine von allen, die sie brauchen. Oder die Margarine von niemandem, je nachdem.

sie:      Aber… ich bin Laktose-intolerant!

ich:      Versteck doch deine Margarine das nächste Mal.

Sie:      Geht das nicht gegen deine Prinzipien?

ich:      Global – ja. Aber nicht in der WG. WGs sind Schlachtfelder. Jeder für sich und Gott gegen alle.

sie:      Das Leben ist hart.

ich:      In der Tat.

sie:      …

ich:      …

sie:      Was ist das da eigentlich auf deinem Brot?

Ich:      Äh… guck mal, kinetischer Sand!

Ein unterschätzter Kühlschrank-Bewohner: die Margarine-Kobra. Bildquelle: Wikipedia

Ein unterschätzter Kühlschrank-Bewohner: die Margarine-Kobra.
Bildquelle: Wikipedia

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Veganer nicht „Alles in Butter“ sagen sollten.

Mein sechster fiktiver Brief an Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Dieses Mal habe ich eine Schläferzelle entdeckt.


Hallo Jochen,

Kim hier. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, Ihnen nicht mehr zu schreiben, Sie nehmen mich ja doch nicht ernst, aber dieses Mal geht es um die nationale Sicherheit. Und die müssen Sie ernstnehmen, nicht wahr?

Sie kennen sich doch sicherlich mit Schläferzellen aus. Terroristen, die vollkommen unerkannt unter normalen Bürgern leben und nur darauf warten, aktiviert zu werden und zuzuschlagen? Die sich harmlos geben und gleichzeitig in geheimen Terrorcamps neue Rekruten ausbilden? Sie sind besonders gefährlich, weil sie eben halb-offiziell sind. Wir sehen ihre Netzwerke, aber wir sehen nicht, dass es sich um Terror-Netzwerke handelt. Sie sind total unverdächtig. Anständige Leute. Nette Nachbarn. Man stößt nur durch Zufall auf sie. Dabei sind sie überall. Ich bin gerade über eine gestolpert.

KLEINGÄRTNERVEREIN "KRAUTGÄRTEN" e.V.Dieses Terrorcamp liegt etwa zehn Kilometer von meinem Haus entfernt. Es tarnt sich als Kleingartenkolonie, und da zeigt sich auch schon das Gefahrenpotential: darin wimmelt es von Kleingarten-Kolonialisten, Gemüsebeet-Imperialisten und Buchsbaum-Nationalisten. Auf einen von ihnen kommen geschätzte 60 m Gartenzaun, 2,2 Gartenzwerge, 0,7 Porzellan-Rehe und 0,4 Springbrunnen. Dazu 2,3 kg biologische Kampfmittel, allen voran Rattengift, 2,6 Heckenscheren, 10 m Stacheldraht und 1,1 Wasserwerfer. Schockierend!

Hier rüstet die extreme Mitte zum Kampf gegen Individualität und alternative Gesellschaftsformen. Hier wird vorgegeben, wie breit ein geharkter Weg, wie hoch eine Fertigbauhütte und wie lang ein Grashalm sein darf. Hier grüßen alle freundlich und bleiben schön auf ihrem eigenen Rollrasen. Hier erprobt FRONTEX neue Grenzzäune.

Die quadratischen Parzellen, penibel mit Maschendrahtzaun getrennt, sind die Keimzelle übertriebener Nationalstaatlichkeit. In jedem der Nationalstaaten flattert eine Deutschlandflagge, gemeinsam mit der Fahne des favorisierten Fußballvereins, daneben ein Bratwurstgrill und ein Gartenzwerg. Jeder Garten ist Deutschland. Aber nicht nur einmal, sondern ganz, ganz oft. Warum können nicht alle so ordentlich, fleißig und pünktlich sein wie wir? Wäre die Welt nicht schöner, wenn in jedem souveränen Staat eine Kuckucksuhr hinge und wenn es überall Kartoffelpuffer gäbe? Das ist der Traum der Kleingartenkolonialisten. Currywurst für alle! Ein deutscher Alptraum. Extreme Mitte, rechter Rand.

Ich habe Angst vor den Kleingärten. Und wenn Sie vernünftig sind, sollten Sie das auch tun. Denn wenn wir nicht handeln, wird bald die ganze Welt in quadratische Nationalparzellen eingeteilt sein. Dann ist keine Rede mehr von Gemeinschaft und Gemeineigentum. Dann sind überall Gartenzäune. Und zwischen den Gartenzäunen gilt das Recht des Stärkeren. Darauf hab ich keine Lust. Ich zähle auf Sie.

Mit besorgten Grüßen,

Kim

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Falafel der Schlüssel zur Lösung des Nahostkonflikts sind.

Mein fünfter fiktiver Brief an Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz.


 

Hallo Jochen,

Kim hier. (Wenn Sie meinen Nachnamen weglassen, lasse ich Ihren auch weg.) Ich habe ein kleines Problem, vielleicht können Sie mir helfen.

Gerade war ich zwei Wochen in Südengland, das war sehr schön da. Vor allem London ist einfach der Wahnsinn! Natürlich habe ich viele Fotos gemacht. Leider habe ich versehentlich alle Fotos ab dem 25. August gelöscht. Haben Sie die noch irgendwo?

Dumme Frage, natürlich. Sie sind schließlich beim Geheimdienst und mein Handy ist mit dem Internet verbunden. Könnten Sie bitte mal nachschauen? Vielleicht hat die Bilder ja auch der britische Geheimdienst, und mit dem verstehen Sie sich ja nicht so gut, aber sicher haben Sie ein paar Doppelagenten da, oder?

Schicken Sie mir doch bitte alle Bilder mit mir und meiner Familie drauf. (Ich bin das Mädchen in schwarz mit den türkis-schwarzen Haaren und den roten Schnürsenkeln.) Außerdem waren da noch ein paar Bilder von The Shard (dem Hochhaus), der Towerbridge, dem Camden Market, dem Hochhaus, das ein bisschen wie ein Penis aussieht, und ganz vielen Antifa-Aufklebern. Falls Sie meine Bilder nicht finden, schicken Sie mir einfach irgendwelche scharfen, auf denen nicht so viele Touristen drauf sind. Und falls Sie ein paar Aufnahmen vom London Eye finden, schicken Sie die doch auch gleich mit, ich war zu faul zum Anstehen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe,

Kim S

 PS: Irgendwo müsste ein paar Fotos von einem schwäbischen Touristenpärchen sein, auf denen ich drauf bin. Die zwei haben mich am Picadilly Circus so sehr genervt, dass ich mich aus Rache auf alle ihre Bilder draufgeschmuggelt habe. Die Fotos hätte ich auch gerne. Dankeschön.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass „unnecessary“ das schlimmste Wort der englischen Sprache ist.

Mein geheimes Spionage-Logbuch

Veröffentlicht: 16. August 2014 in Allgemein
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Nachbarn_google

Screenshot einer Internet-Suchleiste. Das „Suchergebnis“ ist von mir.

Mein Radio belauscht heimlich meine Nachbarn!

Das ist zwar ganz interessant, wirkt aber leider, als würde ich rumspionieren. Was ich natürlich nicht tue. Freiwillig würde ich meinen Nachbarn nie die Privatsphäre klauen, aber wenn das Radio schon mal spinnt, kann ich auch nichts dafür…


 

„Mama, Mama! Ich hab Nudeln gekocht!“

„Super, Schatz!“

„Muss ich das Feuer im Topf selber ausmachen oder geht das von alleine aus?“

„…“

„Mama?“

„Ruf die Feuerwehr. Sofort!“


 

„Du Gabi, ich muss dir was erzählen.“

„Was denn?“

„Ne, nicht hier am Telefon. Ich komm grade rüber.“


 

„Und dann hat nämlich die Brigitte zur Gabi gesagt, sie hält es nicht mehr länger aus beim Werner, und es wissen ja sowieso alle, dass der Werner beim Grillfest letztes Jahr an der Ulrike rumgefummelt hat, obwohl die damals noch mit dem Bernd verheiratet war, das war, bevor der Bernd sich ins Koma gesoffen hatte, aber da hatte ja auch die Susanna noch nicht mit ihm Schluss gemacht, und überhaupt, dass die Susanna sich geoutet hat und im Urlaub mit dieser Babsi geknutscht hat, das hat die nur gemacht, um den Marco loszuwerden, der stalkt sie seit Jahren, der ist sowieso nicht mehr ganz beisammen seit er seine Mutter mit dem Johannes erwischt hat…“

„Warte kurz… wer war noch mal Brigitte?“


 

„Besorg‘s mir, du Sau! Ja, ja, jaaah!“


 

„Guten Tag, hier ist der Anrufbeantworter von Brigitte E. Ich bin zurzeit nicht erreichbar, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton.“

„Bitte, Brigitte, komm zu mir zurück!“


„Hallo, haben Sie kurz Zeit für eine kleine Umfrage?“

„Nicht schon wieder…“

„Super. Wir wollten nur wissen: sind Sie auch so genervt von Telefonumfragen?“


 

„Findest du auch, dass die Kim voll extrem ist in letzter Zeit?“

„Ja, politisch, ge? Und mit den schwarzen Haaren sieht die ja auch irgendwie gruselig aus, oder?“


 

„Sag mal, hast du manchmal Angst, dass dich wer abhört? Die NSA oder der BND?“

„Sollen die mich ruhig abhören. Ich hab nichts zu verbergen.“

 

 

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Payback-Punkte keinen strafrechtlichen Versammlungsschutz genießen sollten.

 

Take the lead and melt it down

Veröffentlicht: 11. August 2014 in Allgemein, Echt jetzt?
Schlagwörter:, ,

Das englische Wort für Blei ist lead.
Das englische Wort für Führung ist auch lead.
Zu viel Blei macht krank…

Mein vierter fiktiver Brief an Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz.


Hallo Jochen Sönkeberg,

tut mir leid, dass ich in meinem letzten Brief so schnippisch zu Ihnen war. Ich konnte ja nicht ahnen, dass Sie in Wirklichkeit so etwas wie ein gescheiterter Held sind! Bisher hatte ich Sie mir ganz bürgerlich vorgestellt, Ende vierzig, verheiratet, Reihenhaus, BMW, Hund. Typische Schreibtischbeamter eben. Kaum zu glauben, dass Sie eigentlich zur Polizei wollten, um die Bevölkerung vor skrupellosen Verbrechern zu schützen!

Schade, dass Sie den Eignungstest so knapp nicht bestanden haben. Und das nur wegen der Sache mit dem Ballsport… (Falls es Sie tröstet – in Ballparcours hatte ich auch immer eine 5. Mindestens.) Jetzt ärgern Sie sich bestimmt, dass Sie stattdessen den ganzen Tag für den Verfassungsschutz langweilige Linksextremisten und Juniorterroristen überwachen müssen. Wenn ich Ihren Job hätte, wäre ich auch total verbittert.

Falls Sie mal was Spannendes machen wollen, eine Razzia oder so: schauen Sie sich doch mal bei der Jungen Union um. Deren aktuelle Werbekampagne nennt sich Black is beautiful. Klingt, als würden sich auch die konservativen Kids endlich mit schwarzafrikanischen Flüchtlingen solidarisieren, ist aber in Wirklichkeit ein weiterer Schritt in den Sumpf des Extremismus.

Auf der Website der JU kann man einheitliche schwarze Oberbekleidung bestellen. Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Junge, militante Aktivisten in einheitlichem schwarz, die sich auf Demos mit der Polizei anlegen? Schwarz, damit sie die Polizei nicht auseinanderhalten kann? Bei Ihnen als Verfassungsschützer müssten da doch alle Alarmglocken schrillen!

In der JU, der Mitte der Gesellschaft, formiert sich sichtbar vor unseren Augen ein schwarzer Block, wie man ihn von autonomen Linken (und neuerdings auch Rechten) kennt. Diese Strukturen sind auf Demonstrationen für Randale, Verwüstung und Schlägereien mit der Polizei berüchtigt. Auf Grund der erschreckend hohen Mitgliederzahlen der CDU könnte dies der größte und mächtigste Black Bloc der Geschichte werden!

Tun Sie was, Jochen Sönkeberg! Sein Sie der Held, der Sie immer sein wollten, und retten Sie die friedliche Protestkultur vor der Jungen Union!

Viele Grüße,
Kim S

Die Junge Union geht neuerdings als BlackBloc zu Demos – aber wofür demonstrieren Konservative eigentlich? Screenshot der JU-Website

Die Junge Union geht neuerdings als BlackBloc zu Demos – aber wofür demonstrieren Konservative eigentlich?
Screenshot der JU-Website

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es ein Microsoft-Word-Sonderzeichen für „Merkelraute“ geben müsste. Das würde ich dann als Ironie-Zeichen benutzen.

Mein dritter fiktiver Brief an Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz.


 

Hallo Jochen Sönkeberg,
hier Kim S.

Ja, ich hatte Sie verarscht. Aber das ist doch noch lange kein Grund, so ungehalten zu werden wie Sie in ihrem letzten Brief. Sie schreiben, ich könne mir meine Ironie stecken, wohin ich will, solche Junior-Terroristen wie ich gingen Ihnen am Arsch vorbei, und ob ich etwa glauben würde, dass es Ihnen Spaß macht, mich zu überwachen.

Gegenfrage: wenn es Ihnen keinen Spaß macht, mich zu überwachen, warum sind Sie dann beim Verfassungsschutz? Es gibt doch sicher genug Arbeitgeber, die Sie mit offenen Armen genommen hätten, oder? Wobei die meisten wichtigen, wirklich erfüllenden Berufe ja grauenhaft bezahlt sind. Wenn man am schnellen Geld interessiert ist, geht man dann wohl doch lieber zum Verfassungsschutz.
Was studiert man da eigentlich? BWL? Wenn man nicht weiß, was man studieren soll, studiert man doch immer BWL, wahlweise auch VWL, oder? Nicht, dass ich das jetzt wissen will, weil ich beim Verfassungsschutz anheuern wollte, auf keinen Fall. Mich interessiert einfach, was das da für Leute sind.

Sie sollten mir mal was über sich schreiben, finde ich. Schließlich wissen Sie fast alles über mich, und ich weiß fast gar nichts über Sie, das ist schon irgendwie unfair. Wissen ist Macht sagte schon der alte Francis Bacon. Ich würde Sie ja auf facebook suchen, da bin ich aber nicht. Aber falls Sie auch bloggen, wäre ich bereit, Ihnen zu folgen. Sie lesen meinen Blog sicherlich schon. Ich nehme an, dass Sie „invisiblesuperj@deutschland.de“ sind. Das freut mich fast ein bisschen, damit sind Sie nämlich genau 10% meiner Follower. Leiten Sie meinen Blog doch bitte an ein paar Ihrer genauso gelangweilten Kollegen weiter.

Viele Grüße,
Kim S

PS: Vielen Dank für den Andi-Comic, den Sie mir geschickt haben. (Ich nehme stark an, dass Sie das waren, ich kenne sonst leider niemanden in Berlin. Schon traurig, oder? Da will man hoch hinaus, die Regierung stürzen und so, und der einzige Berliner, den man kennt, arbeitet beim Verfassungsschutz.) Voll niedlich jedenfalls!!! Die kleinen linksextremen Punks sind ja echt zum Knuddeln mit ihren riesengroßen Manga-Augen! Und wie die alle reden, als hätten sie Das Kapital verschluckt! Vielleicht sollte ich mir auch die Haare lila färben. Sie sind aber leider schon schwarz-türkis, und wenn man sie zu oft umfärbt, ist das nicht so gut für die Haarstruktur. So ein schwarzes Anarcho-T-Shirt brauchte ich aber auf jeden Fall. Sie als Experte wissen doch sicherlich, wo man das herbekommt, oder?

PPS: Die Anarchie-Flagge auf Seite 15 ist falschrum aufgehängt. Bitte ändern.

 

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir eine neue Nationalhymne brauchen. Die Alte ist erstens negativ vorbelastet und zweitens echt lahm.

Teil zwei eines fiktiven Briefwechsels zwischen mir und Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Jochen hat auf meine Initiativbewerbung geantwortet, jetzt bin ich wieder dran.


Sehr geehrter Herr Jochen Sönkeberg,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort auf meine Initiativbewerbung. Ehrlich gesagt hatte ich gar keine Antwort erwartet – ich dachte, ironisch gemeinte Anfragen landen bei Ihnen sofort im Schredder. Aber Sie haben wohl ernsthaft gedacht, ich meine das ernst!

Was soll ich denn in der extremen Mitte? Das ist mir doch alles viel zu spießig da. Es macht mir also nichts aus, dass Sie meine Bewerbung zur V-Frau abgelehnt haben. Unverständlich finde ich bloß die Begründung, mit der Sie mich abgelehnt haben.

Ich bin zu extrem? Also bitte. Ich dachte, das gesamte Konzept der V-Leute beruht darauf, Extremisten durch andere Extremisten überwachen zu lassen. Gewalttätige Nazis schützen di Verfassung vor gewalttätigen Nazis? Kein Problem. Autonome Linke bespitzeln autonome Linke? Klar doch. Und mich wollen Sie bei dem Verfassungsschützerclub nicht mitmachen lassen, weil ich zu extrem bin?

Sie haben recht, ich bin Mitglied in einer der, wie Sie es so elegant ausdrücken, „offen extremistischen Strukturen innerhalb der Partei Die Linke“. Ich bin ganz offiziell gegen Kapitalismus, Rassismus, Bundeswehr-Propaganda, Neonazis, Abschiebung von Geflüchteten und Ausbeutung von Ressourcen. Außerdem kleide ich mich unkonventionell, höre unkonventionelle Musik und bin Autorin eines linken Satireblogs. Total extrem also. Laut Ihrer Extremismustheorie bin ich linksextrem.

Allerdings dachte ich, das sie Voraussetzung für den Job! Sie könnten die extreme Mitte natürlich auch durch gekaufte Mitte-Extremisten bespitzeln lassen – das wird aber nicht funktionieren. Als ob die einander verraten würden! Der einzige Weg, der funktionieren würde, wäre der, Extremisten durch Extremisten anderer Richtungen überwachen zu lassen. Zeit für ein paar Linke in der extremen Mitte.

Ich persönlich werde die Machenschaften von JU & Co auch ohne Ihren Auftrag im Blick behalten und Ihnen alle verdächtigen Aktivitäten melden. Irgendjemand muss ja die Verfassung schützen.

Mit freundlichen Grüßen,

Kim S

Die Junge Union ist nicht nur eine äußerst gefährliche Organisation, sie hat auch Probleme mit dem Unterscheiden von links und rechts!

Die Junge Union ist nicht nur eine äußerst gefährliche Organisation, sie hat offenbar auch Probleme mit dem Unterscheiden von links und rechts. Bildquelle: CDU Moers

 

 

 

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass 60% aller CSU-Wähler Gartenzwerge sind.

Dies ist der erste Brief eines fiktiven Briefwechsels zwischen mir und Jochen Sönkeberg vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Jochen will die Welt retten, ich auch. Deshalb bewerbe ich mich bei ihm.


Sehr geehrte Mitarbeiterin,
sehr geehrter Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz,
dies ist eine Initiativbewerbung.

Ich melde mich hiermit freiwillig als V-Frau in der extremen Mitte. Das Konzept der V-Leute selbst erscheint mir sehr einleuchtend. Es versorgt den Verfassungsschutz mit wichtigen Informationen über die Umtriebe in der extrem rechten bzw. linken Szene, was ja auch wichtig ist. Allerdings unterschätzen Sie dabei das hohe Gefahrenpotential der politisch extremen Mitte.

Während rechte und linke Extremisten offenbar flächendeckend überwacht werden, ist mir persönlich nichts von V-Leuten in den Kreisen um CDU, SPD, FDP, Grünen und AfD bekannt. Dabei geht von Mitgliedern, Wählern und Sympathisanten dieser und ähnlicher Parteien unerkannt die größte Gefahr aus.

Die meisten politisch motivierten Straftaten durch Rechte oder Linke werden sofort als solche erkannt und behandelt (von der NSU-Mordserie wollen wir an dieser Stelle nicht schreiben). Allerdings werden so gut wie 0% der Verbrechen durch Mitte-Extremisten als politisch erkannt und statistisch erfasst. Eine enorm hohe Dunkelziffer!

Statistisch gesehen wählen 41,5% der Gewaltverbrecher, Ladendiebe, Steuerhinterzieher und Falschparker die CDU! Weitere 25,7% sind SPD-Wähler und immerhin 4,8% haben FDP gewählt. Das höchste Gewaltpotential steckt in der politisch extremen Mitte der Gesellschaft. Dabei muss man besonders wachsam sein, denn während man extreme Rechte und Linke oft schon an ihrer Kleidung und ihrem Lebensstil erkennt, leben Mitte-Extremisten meist völlig angepasst und daher unerkannt mitten unter uns!

Ich würde Ihnen gern helfen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung vor dem Terror der Mitte zu schützen, damit man sich in Deutschland wieder ohne Angst auf die Straße trauen kann. Für diesen Zweck wäre ich bereit, mich in einer der Mitte-extremen Jugendorganisationen, zum Beispiel der konservativ-extremen Junge Union, einmal umzusehen. Auf diesen Zusammenschluss junger Neo-Konservativer bin ich im Internet gestoßen. Nach außen wirkt die JU äußerst bürgerlich, und innendrinn ist sie auch äußerst bürgerlich! Eine tickende Zeitbombe also, um die sich schnellstmöglich jemand kümmern muss.

Bitte kontaktieren Sie mich.
Mit freundlichen Grüßen,
Kim S

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Deutschland ans Mittelmeer umziehen sollte.